• Glenmorangie Distillery, Louis Vuitton - Moët Hennessy (LVMH)

    Glenmorangie Distillery
    Louis Vuitton - Moët Hennessy (LVMH)
    IV19 1PZ Tain
    Ross-shire
    Vereinigtes Königreich

    Glenmorangie ist eine Whiskybrennerei in Tain, gelegen in den Northern Highlands/Schottland.
    Belege über (illegales) Whiskybrennen in Tain reichen bis in den Zeitraum um 1700 zurück, jedoch erst seit 1843 wird mit der von den Brüdern Matheson gegründeten Glenmorangie-Brennerei ein legaler Whisky gebrannt. Zuvor war in den Gebäuden der Brennerei eine Brauerei zu finden. Bereits 1880 konnte die Brennerei Exporte nach Italien und die USA verzeichnen. 1883 musste die ursprüngliche Brennerei neu aufgebaut werden, 1887 wurde die Glenmorangie Distillery Co. Ltd. gegründet. In der Hand der Familie Matheson blieb die Brennerei bis 1918, als MacDonald & Muir das Unternehmen nach einer durch den Ersten Weltkrieg bedingten Produktionsschwäche übernahm.
    In den Jahren 1931-1936 und 1941-1944 war die Brennerei geschlossen.
    Durch den Erfolg des Glenmorangie mussten die Produktionsanlagen mehrmals vergrößert werden, 1980 wurden zwei neue Brennblasen installiert, und 1990 vier - so dass heute mit insgesamt acht Brennblasen produziert wird. Glenmorangie ist der meistverkaufte Single-Malt-Whisky auf dem schottischen Markt.
    Im Jahre 2004 übernahm Glenmorangie PLC die Scotch Malt Whisky Society mit mehr als 27000 Mitglieder.
    Seit Oktober 2004 gehört das Unternehmen zur Gruppe Moët Hennessy Louis Vuitton S. A. (LVMH), die den Anteil der Familie McDonald übernommen hat. Nach 161 Jahren zog sich die Familie aus dem Whiskygeschäft zurück. Das Unternehmen wurde mit etwa 300 Mio. GBP bewertet.
    Heute gehören zur Glenmorangie PLC neben der eigentlichen Brennerei in Tain noch die Brennerei Ardbeg (1997 übernommen) auf Islay. Die 1920 übernomme Brennerei Glen Moray wurde im September 2008 an La Martiniquaise verkauft, da sie vom Charakter her nicht in das Luxusgütersegment von LVMH passte.
    Ein Grundsatz der Brennerei ist bis heute erhalten geblieben: Es sollen immer genau 16 Mitarbeiter bei Glenmorangie beschäftigt sein, die 16 Men of Tain. Das bezieht sich in neuster Zeit allerdings nur noch auf die tatsächlichen Hersteller im Brennprozess, insgesamt sind in der Destillerie etwa 90 Menschen beschäftigt, z.B. im Lager, im Laden und der Verwaltung. Außerdem ist inzwischen einer der 16 Men of Tain eine Frau.
    Die wohl auffälligste Besonderheit der Brennerei sind die außergewöhnlich hohen Brennblasen. Hier wird die Flüssigkeit erhitzt, damit der Alkohol und die Aromastoffe verdampfen und an der Brennblase kondensieren. Mit 5,14 Meter Höhe sind sie die höchsten Brennblasen aller schottischen Brennereien. Dadurch wird der Glenmorangie Whisky besonders mild. Das verwendete Malz wird nicht mehr von Glenmorangie selbst hergestellt, man achtet jedoch beim Einkauf darauf, möglichst Malz aus Getreide der Umgebung zu kaufen, außerdem soll dieses nur leicht getorft sein.
    Glenmorangie bietet auch Whiskywochenenden an, bei denen eine Verkostung stattfindet. Mit etwas Glück kann auch an einem Ceiligh teilgenommen werden, ein schottisches Galadinner mit Pfeifer, Haggis und Tanz.